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Kreuzlingen hilft Konstanz

03.06.2008

Autor: Sebastian Schaad
Bericht: Pressemitteilung
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Pressemitteilung
Grosseinsatz wegen Feuer im Konstanzer Klinikum

Einen Schaden in Millionenhöhe verursachte in der Nacht auf Dienstag ein Brand im Klinikum Konstanz. Auch die Kreuzlinger Feuerwehr stand im Einsatz. Eine Person wurde leicht verletzt.
konstanz Es war einer der grössten Rettungseinsätze der vergangenen Jahre in Konstanz. Die Feuerwehr wurde kurz nach 0.30 Uhr durch die automatische Brandmeldeanlage alarmiert. Über 160 Einsatzkräfte, darunter auch die Feuerwehr Kreuzlingen, waren im Einsatz. Starke Hitze und dichter Rauch erschwerten die Löscharbeiten. Nach über anderthalb Stunden war das Feuer gelöscht. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt.
Der Brand brach nach ersten Erkenntnissen in einer Decke auf Ebene D aus. Die Ermittlungen zur Ursache laufen, die Feuerwehr geht derzeit von einem technischen Defekt aus. Das Pflegepersonal konnte die Patienten der operativen Intensivstation sowie fünf Säuglinge der Neugeborenenintensivstation in Sicherheit bringen.
Chirurgie schwer beschädigt
Dass keine Patienten zu Schaden kamen, sorgte in der Brandnacht bei der Klinikleitung für Erleichterung. Oberbürgermeister Horst Frank sprach vor Ort von einem Millionenschaden. Wie die Klinikleitung gestern Nachmittag an einer Medienkonferenz mitteilte, sei das Klinikum gegen den Schaden vollumfänglich versichert. Sechs Operationssäle wurden zum Teil stark beschädigt und werden bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen. Mit zwei noch funktionierenden OP-Sälen sei die Notversorgung sichergestellt, teilte die Klinikleitung weiter mit. Das Herzzentrum und das Vincentius-Krankenhaus wollen dem Klinikum jeweils einen OP-Saal zur Verfügung stellen. Alle Patienten des 400-Betten-Hauses können weiter im Klinikum gepflegt werden.

Ralf Baumann, Thurgauer Zeitung

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Einsatzbericht der Feuerwehr Konstanz:
http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com/einsaetze2008.php#200806031
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Zusätzliche Informationen
Das Klinikum Konstanz informiert: Klinikmitarbeiter lassen sich nicht entmutigen

Nach Brand im Operationstrakt läuft der Betrieb im Klinikum Konstanz weiter
- Brandursache unklar.


Nach dem Brand im Operationstrakt des Klinikums Konstanz in der Nacht auf
Dienstag zeigen sich die Mitarbeiter des Hauses kämpferisch. Der
Klinikbetrieb soll baldmöglichst nahezu uneingeschränkt weitergeführt
werden, wenn auch in anderer Form als bislang, kündigte Prof. Gert
Müller-Esch, Klinikdirektor Medizin an. Bis sich die Mitarbeiter auf die
neuen Gegebenheiten eingestellt haben, kann es unter Umständen zu
Verschiebungen von Operationen oder Verlegungen in andere Krankenhäuser
kommen. ,,Die Behandlungsqualität der Patienten hat Vorrang", betont
Müller-Esch.Der Brand hat den Zentral-OP mit sechs Sälen stark in
Mitleidenschaft gezogen, so dass hier bis auf weiteres nicht operiert
werden kann.


Das Vincentius-Krankenhaus sowie das Herzzentrum Bodensee haben dem
Klinikum die Kooperation bei der Nutzung von OP-Sälen angeboten. Heute
haben Ärzte des Klinikums ihre Patienten bereits im Vincentius-Krankenhaus,
das in wenigen Minuten vom Klinikum aus zu erreichen ist, operiert. An zwei
Tagen pro Woche sind Operationen im Herzzentrum, das direkt neben dem
Klinikum steht, möglich. Ihre Unterstützung haben auch das Klinikum
Friedrichshafen, das Kantonsspital Münsterlingen und das Klinikum Singen
angeboten.


Desweiteren wird der Aufbau von vier Container-OPs durch die Bundeswehr
erwogen. Ein Vorauskommando der Bundeswehr hat das Gelände des Klinikums
auf einen möglichen Standort der Container geprüft. Wenn das
Verteidigungsministerium dem Einsatz zustimmt, können die provisorischen,
aber hervorragend ausgestatteten OP-Container in kurzer Zeit aufgebaut
werden.


Obwohl manchem Klinikmitarbeiter angesichts der Zerstörung am
Dienstagmorgen die Tränen in den Augen standen, wurde schnell engagiert
nach Wegen gesucht, um die Versorgung der Patienten auch weiterhin auf
hohem Niveau zu gewährleisten. Beeinträchtigt sind die operativen
Fachabteilungen, die übrigen Abteilungen können den Betrieb uneingeschränkt
fortsetzen. Die Pflegestationen sind von dem Feuer gänzlich unberührt
geblieben. Wegen starker Rauchentwicklung ist jedoch der Laborbetrieb
begrenzt worden. Aus Gründen des Arbeitsschutzes gelten für Mitarbeiter
strenge Schutzrichtlinien, die Mehrheit der Untersuchungen wird deshalb
vorübergehend von einem externen Labor erledigt. Die Reinigung der von
Rauch in Mitleidenschaft gezogenen Bereiche laufen auf Hochtouren.
Reinigungsteams von Spezialfirmen sind rund um die Uhr im Einsatz, um die
Reinigung zügig zu vollziehen. Auf der Nordseite des Funktionsanbaus wird
ein Turm aufgebaut, über den die Entsorgung der von Ruß verschmutzten
Gegenstände möglich ist, ohne sie durch von Patienten genutzten Räume
tragen zu müssen. Die Intensivstation für operative Medizin, die wegen
starken Rauchs in der Brandnacht geräumt werden musste wie auch die
teilweise geräumte Intensivstation für Neugeborene konnten nach der
Überprüfung von externen Sachverständigen wieder bezogen werden. Das
CT-Gerät des Instituts für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin muss von
Servicetechnikern geprüft werden, bevor es wieder in Betrieb genommen
werden kann. Das Gerät ist von Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen
worden. Zwischenzeitlich kann das CT-Gerät der Praxis Zwicker und Partner
vom Klinikum genutzt werden.


,,Hier arbeitet eine tolle Mannschaft, die die Unterstützung der Stadt
verdient", sagte Oberbürgermeister Horst Frank vor dem Personal. ,,Dieses
Unglück trifft uns alle", betonte er. Die Brandursache wie die Schadenshöhe
ist unklar, die Staatsanwaltschaft hat einen Gutachter angeordnet. Sabotage
oder fahrlässige Brandstiftung können nach Angaben von Klaus-Dieter
Quintus, Kommandant der Feuerwehr Konstanz, ausgeschlossen werden. Er lobte
bei einer Pressekonferenz die Rettungsarbeiten unter Einsatzleiter
Hans-Jürgen Oexl: ,,Die Zusammenarbeit zwischen Rettungskräften und
Klinikum ist hervorragend abgelaufen.".

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Zusätzliche Informationen
Bundeswehr unterstützt Konstanzer Region nach Brand im Klinikum - Sanitätsdienst der Bundeswehr errichtet mobilen OP-Trakt

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr unterstützt das Klinikum Konstanz nach
dem Brand im Operationstrakt mit containergestützter OP-Kapazität. Der
Operationsbetrieb in der Region Konstanz kann dadurch zum Wohle der
Bevölkerung aufrecht erhalten werden.

Das Bundesministerium der Verteidigung hat am 06. Juni 2008 die
Unterstützung des Klinikums zugesagt.
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In der Nacht vom 2. auf den 3. Juni hatte ein Brand den Zentral-OP mit
sechs Sälen so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass hier bis auf weiteres
nicht operiert werden kann. Die OP-Kapazität im Landkreis Konstanz und
dessen Einzugsgebiet verringert sich dadurch um rund 50 Prozent.
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Das für Süddeutschland zuständige Sanitätskommando IV wird kurzfristig auf
dem Klinikgelände Operationscontainer mit der notwendigen Peripherie
errichten und voraussichtlich für sechs Wochen betreiben. Dann soll eine
Zwischenlösung aufgestellt werden, die den Betrieb bis zur endgültigen
Beseitigung der Brandschäden ermöglicht. Der Aufbau der Container wird
bereits am Wochenende abgeschlossen sein. Das medizinische Personal wird
nach dem Aufbau der modularen Sanitätseinrichtung durch das Klinikum selbst
gestellt.
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Die hochwertig ausgestatteten Operationscontainer sind modulare Elemente
mobiler Rettungszentren. Mit diesen Rettungszentren ist der Sanitätsdienst
der Bundeswehr in der Lage, die Fähigkeiten eines Krankenhauses in jedem
Einsatzgebiet aufzubauen. Je nach Notwendigkeit werden die modularen
Komponenten passend für den jeweiligen Einsatz zusammengestellt.

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Bilder


Kreuzlingen am Einsatzort Konstanz

Foto: O. Hanser

 

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