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Grossbrand in Konstanz

Auslandhilfe durch Feuerwehr Kreuzlingen - 23.12.2010

Autor: Sebastian Schaad
Bericht: Pressemitteilung
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Zusätzliche Informationen
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Pressemitteilung
27. Dezember 2010 Einsatzende nach Großbrand
Nach 5 Tagen und insgesamt 108 Einsatzstunden konnte die Einsatzleitung der Feuerwehr den Einsatz in der Altstadt von Konstanz heute um 20:00 Uhr für beendet erklären. Die Einsatzstelle wurde, nachdem die letzten Schwelbrände gelöscht wurden und die Sicherungsmaßnahmen an den einsturzgefährdeten Gebäuden abgeschlossen waren, den Verantwortlichen der Stadt Konstanz und den Eigentümern übergeben .
Die Stadt Konstanz bedankte sich bei allen beteiligten Organisationen in der abschließenden Einsatzbesprechung für ihren selbstlosen Einsatz.
Die Feuerwehr Konstanz bedankt sich für die gute Zusammenarbeit zwischen und mit den Hilfsorganisationen. Beim Technischen Hilfswerk für die Sicherung der Gebäude und in Zusammenarbeit mit der Krankenhausküche für die Verpflegung des Einsatzpersonals, bei den Rettungsorganisationen für die Bereitstellung der medizinischen Versorgung über die gesamte Einsatzzeit und bei der Polizei für die Absicherung der Einsatzstelle.
Einen ganz besonderen Dank übermitteln wir den Feuerwehren aus unserer Nachbarstadt Kreuzlingen und dem Landkreis Konstanz für Ihre personelle und materielle Unterstützung während des Einsatzgeschehens.
Die Einsatzkräfte bedanken sich im Besonderen bei der Leitung des Hotels Barbarossa für die Bereitstellung eines Rückzugraumes der zum Aufwärmen und zur Verpflegung genutzt werden konnte.
Bei der Bevölkerung bedanken wir uns für die spontan überbrachten Aufmerksamkeiten zur Stärkung der Einsatzmoral.

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Pressemitteilung
Stadtverwaltung Konstanz und Feuerwehr Konstanz informieren am 24.12.2010:

Nach dem Großbrand in der Konstanzer Altstadt sind die Einsatzkräfte zur Zeit mit massiven Abstützmaßnahmen beschäftigt. Nach dem Einsturz des Hauses Hussenstraße 1 am Donnerstagnachmittag sind die Häuser Hussenstraße 3 und Kanzleistraße 19 massiv einsturzgefährdet. Das Haus Hussenstraße 5 ist relativ unbeschädigt, kann aber zum Betreten bzw. zur Räumung erst freigegeben werden, wenn das Haus Hussenstraße 3 gesichert ist. Solange die Einsturzgefahr des Hauses Kanzleistraße 19 noch nicht endgültig abgewendet ist bleibt auch das Haus Kanzleistraße 17 gesperrt.
Für die Fußgänger ist der Bereich um das eingestürzte Wohnhaus nicht zugänglich. Die Wessenbergstraße ist ab dem Kochlöffel gesperrt, der Obermarkt ab dem Seiteneingang zur Malhaus-Apotheke. Die Kanzleistraße bleibt ab dem Geschäft Swiss Break gesperrt und die Hussenstraße ab dem Seiteneingang zum Rathaus.
Zur Zeit sind noch rund 55 Einsatzkräfte der Feuerwehr Konstanz, des THW, der Polizei und der Sanitätsdienste im Einsatz.
Insgesamt 54 Personen sind durch den Brand obdachlos geworden. Sie konnten in Ausweichquartieren oder bei Bekannten und Familienangehörigen untergebracht werden. Aus Konstanz und aus ganz Baden-Württemberg haben sich bereits viele Menschen gemeldet, die den vom Brand Betroffenen Hilfe angeboten haben.

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Pressemitteilung
Bericht von www.suedkurier.de (23. und 24.12.2010)

Brandkatastrophe in der historischen Altstadt: Nachdem bereits vier Häuser in Flammen standen, ist das Eckhaus Kanzlei-/Hussenstraße komplett eingestürzt.

Freitag

+++ 11.00 Uhr +++

Noch immer ist die Feuerwehr mit Löscharbeiten beschäftigt: in einem einsturzgefährdeten Haus konnte das Feuer noch nicht vollständig gelöscht werden. Vermutlich werden die Löscharbeiten noch das ganze Wochenende andauern, teilt die Polizei mit. Zur Brandursache gibt es noch keine neuen Erkenntnisse.

+++ 8.00 Uhr +++

Statiker werden sich im Laufe des Tages die Gebäude ansehen, um zu entscheiden, ob sie abgestützt werden müssen. Das Technische Hilfswerk bereitete nach Auskunft der Feuerwehr am frühen Morgen bereits entsprechende Stützen vor.

Die endgültige Klärung der Brandursache steht noch aus. Nach ersten Erkenntnissen war ein Adventskranz, der an einem Deckenbalken im Treppenhaus eines der Gebäude hing, zu Boden gestürzt. Ein endgültiges Ergebnis gibt es jedoch erst, wenn die Sachverständigen die Brandruinen nach Ende der Löscharbeiten betreten dürfen.

+++ 4.00 Uhr +++ Das Feuer ist noch immer nicht aus und es wird weiter gelöscht, sagte ein Sprecher der Polizei gegen 4.00 Uhr morgens. Die Feuerwehr hatte am Abend erklärt, es gebe noch immer mehrere Brandherde und es werde etliche Stunden dauern, bis das Löschwasser und der Schaum auch die letzte Glut erreichen.

Donnerstag

+++ 22 Uhr +++ THW und Feuerwehr sind weiter im Einsatz. Noch immer stehen Rauchwolken über der Stadt.

+++ 19.15 Uhr +++ Das THW (Technisches Hilfswerk) hat die ersten Wände abgestützt. Der Ortsverband Baden-Baden hilft mit einem speziellen Sicherungssystem, das kleinste Bewegungen der Wände anzeigt. Die vom Schuhgeschäft übrig gebliebene Wand hat sich kurz zuvor bewegt. Im Moment ist sie aber stabil, sagt Einsatzleiter Wolfgang Rüdiger vom THW Konstanz.

+++ 17 Uhr +++ Die Kriminalpolizei hat erste Erkenntnisse zur Brandursache. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen könnte ein Adventskranz, der an einem Deckenbalken im Treppenhaus des zweiten Obergeschosses hing, das Feuer ausgelöst haben, sagte Michael Aschenbrenner, Sprecher der Polizeidirektion Konstanz. Demnach könnten Teile im Flur nach unten gefallen sein, daher sah der Zeuge im Hauseingang Flammen. Es deute nichts auf vorsätzliche Brandstiftung hin.

+++ 16. 30 Uhr +++ Die Hilfsbereitschaft in der Stadt ist groß. Viele Menschen haben Wohnungen oder Kleider angeboten. Die Stadtverwaltung bemühte sich darum, die obdachlos gewordenen Menschen unterzubringen. "Für eine fünfköpfige Familie haben wir etwas gefunden", sagte Hans-Rudi Fischer, Leiter des Bürgeramts. Alle anderen seien privat untergekommen oder seien in Urlaub.

+++ 15.30 Uhr +++ Frank Mienhardt, Leiter des städtischen Denkmalamts, bezeichnete den Einsturz des Hauses als Katastrophe für das mittelalterliche Konstanz. Es sei der schlimmste Brand seit 40 Jahren. Das Haus stamme im Kern aus der Zeit um 1300. "Es war ein ganz altes mittelalterliches Steinhaus." Die neueren Teile stammten aus dem 16. oder 17. Jahrhundert. Das "Haus zum Bub" wurde erstmals 1445 schriftlich erwähnt. Die wertvolle Innenaustattung war durch die Barockzeit geprägt. Das schwer beschädigte Haus in der Hussenstraße stammt aus dem 14. Jahrhundert. Es ist ebenfalls einsturzgefährdet.

+++ 15 Uhr +++ Das Eckhaus Kanzlei-/Hussenstraße ist eingestürzt. Zunächst waren Teile der Dachstühle und Decken eingestürzt. Hannes Kumm, Hochbauamtsleiter der Stadt, ließ das Technische Hilfswerk (THW) rufen, um das stark betroffene Eckhaus abzustützen. Das im Kern mittelalterliche Haus hatte über der ersten Etage Stahlträger. Das Holz hält immer, problematisch ist der Stahl, der sich in der Hitze biegt, erläuterte er. Doch es stürzte trotzdem ein.

+++ 14 Uhr +++ Nach über sieben Stunden ist der Großbrand in der Konstanzer Altstadt noch immer nicht gelöscht. Der Dachstuhl eines Hauses in der Hussenstraße brennt nun ebenfalls. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass nur zwei Häuser vom Brand betroffen sind, neben dem Eckhaus das benachbarte Gebäude in der Hussenstraße. Die Flammen griffen aber auf ein benachbartes Haus in der Kanzleistraße und auf ein viertes Gebäude, das im Hinterhof angebaut ist, über. Ein Sprecher der Feuerwehr schätzte den Schaden auf mindestens fünf Millionen Euro.

+++ 12 Uhr +++ Die Feuerwehr hat alle Mühe, den Brand in den Griff zu bekommen. Sie versucht vor allem, ein Übergreifen auf weitere Häuser der eng bebauten Altstadt zu verhindern. Nach derzeitigem Stand gibt es zwei Verletzte. Bei einem Bewohner war lange nicht klar, ob er sich im Gebäude befindet. Die Feuerwehr konnte nicht zu seinem Zimmer vordringen. Es ist jetzt sicher, dass er nicht im Haus war, sagte Michael Aschenbrenner, Sprecher der Polizeidirektion Konstanz.

+++ 11 Uhr +++ Wo das Feuer ausbrach, sei nach wie vor nicht klar, sagte der Polizeisprecher. Zur Ursache konnte er ebenfalls noch nichts sagen. Die Flammen griffen aber sehr schnell auf weitere Stockwerke und das benachbarte Gebäude über. Es ging keine zehn Minuten, da brannte der Dachstuhl, sagte ein Augenzeuge.

+++ 10 Uhr +++ Neben der Konstanzer Feuerwehr war zunächst die Feuerwehr aus Kreuzlingen im Einsatz. Später wurden Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis alarmiert, um die erschöpften Einsatzkräfte abzulösen. Der Einsatz werde bis zu drei Tage dauern, schätzt Nikolaj Schutzbach, Sprecher der Feuerwehr Konstanz. Da brauchen wir Ersatzkräfte, damit sich unsere Leute erholen können. Insgesamt seien rund 250 Einsatzkräfte vor Ort, so von den Maltesern, dem DRK (Deutsches Rotes Kreuz), vier Notärzte, etliche Beamte der Polizeidirektion Konstanz und das THW.

+++ 8.15 Uhr +++ Ein Augenzeuge, der zu den Ersthelfern gehörte, berichtet von dramatischen Szenen. Als er kurz vor acht Uhr mit seinem Fahrrad am Haus an der Ecke Kanzlei-/Hussenstraße vorbeikam, sah er einen Mann im Flur des Erdgeschosses inmitten von Flammen stehen. Er habe einen verwirrten Eindruck gemacht, seine Haare zeigten leichte Verbrennungen. Mitarbeiter der Straßenreinigung halfen, den 84 Jahre alten Mann zu retten. Er wurde ins Klinikum gebracht. Die Feuerwehr war einige Minuten nach acht Uhr am Einsatzort. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus. Die Feuerwehrleute bargen eine 74 Jahre alte Frau mit der Drehleiter aus dem Fenster eines der Häuser. Beide Verletzte haben Verbrennungen, sagte Michael Aschenbrenner.

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Zusätzliche Informationen
Alarmzeit: 8:34 Uhr
Nachalamierung: 10.20 Uhr
Rückzug aus Konstanz: 15 Uhr
AdF im Einsatz: ca. 45
Einsatzende: 16.30 Uhr (nur für Feuerwehr Kreuzlingen)

Fahrzeuge im Einsatz:
Tanklöschfahrzeug
Atemschutzfahrzeug
Autodrehleiter
Zwei Mannschaftstransportwagen
Führungsunterstützungsfahrzeug
Sanitätsfahrzeug

Wenn jemand noch Fotos gemacht hat, schickt diese bitte an:
webmaster@feuerwehr-kreuzlingen.ch

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Pressemitteilung
Die Feuerwehr Konstanz meldet am 25.12.2010:

Zwei Häuser wieder bewohnbar

Die Feuerwehr konnte mittlerweile die Löscharbeiten in der Konstanzer Innenstadt beenden. Bewohner der Häuser Hussenstraße 7 und 9 können seit dem späten Vormittag des ersten Weihnachtstages wieder bewohnt werden. Aus den Häusern der Hussenstraße 3 und 5 können in Begleitung von Feuerwehrleuten wichtige Unterlagen aus den Häusern geholt werden. Das Haus Kanzleistraße 19 ist nach wie vor hochgradig einsturzgefährdet. Der Durchgang wurde dort gesperrt. Vor dem Haus dürfen sich nur die Helfer des THW aufhalten, die Stützen anbringen. Das THW Baden-Baden überwacht mit dem Einsatzstellen-Sicherungssystem die Häuser Kanzleistraße 19 und Hussenstraße 3. Mit Hilfe eines Lichtstrahls wird die Entfernung der jeweiligen Hauswand laufend gemessen.

Schwelbrand und Rauch behindern Sicherungsarbeiten

Am Nachmittag begann es im Schuttberg des eingestürzten Hauses Hussenstraße 1 wieder zu brennen. Die Feuerwehr hat das Feuer unter Kontrolle. Allerdings behindern der Schwelbrand und der Rauch die Sicherungsarbeiten des THW. Abstützarbeiten an dem einsturzgefährdeten Hauses Kanzleistraße 19 und 17 werden fortgeführt. Zeitgleich finden erste Räumarbeiten durch die Firma Hämmerle statt. Für Fußgänger ist der Bereich um das eingestürzte Haus weiterhin nicht zugänglich.
Am Nachmittag haben Feuerwehrleute aus Singen die Kräfte der Führungsgruppe abgelöst. Die Konstanzer Führungsgruppe hatte von Beginn an die Einsatzleiter ununterbrochen unterstützt. Deren Mitglieder bedurften nach über zwei Tagen Arbeit der Ruhe. Das Konzept der Führungsgruppen in Landkreis sieht eine gegenseitige Ablösung vor. Dieses kam nach dem Hauseinsturz Hussenstraße 1 erstmals zum tragen.

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Bilder


Brandobjekt

Foto: Oli Hanser

Luftbild

Foto: google maps

Donnerstag, 17 Uhr aus der Ferne

Foto: Hanspeter Imhof, Tägerwilen

Der Morgen danach.

Foto: Kreuzlinger Zeitung, Josua Niederastroth

 

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